Präses: Dompfarrer Harald Eichhorn, Hof 14, CH-7000 Chur
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Aktualisiert: 10.11.2011

Spezielle Büchertipps

Bücher von Referenten und weiterführende Literatur zu Vorträgen von Priestertreffen

Dr. Christian Schulz, 40 Jahre Humanae vitae, ein Blick auf die Wirkungsgeschichte und die Bedeutung für unsere Zeit (9. Juni 2008).

Schulz Christian: Die Enzyklika 'Humanae vitae' im Lichte von 'Veritatis splendor'

Abt Pankraz Winiker OSB, em. Abt von Disentis, "Einstimmung in den Advent - Impulse aus Liturgie und Benediktinerregel (25. Nov. 2002)

Enzo Bianchi: Gott im Wort: Geistliche Schriftlesung.

Roland Graf, "Ein Kind um jeden Preis? - Therapie um jeden Preis? (4. Sept. 2002)

Graf Roland: Klonen: Prüfstein für die ethischen Prinzipien zum Schutz der Menschenwürde
Graf Roland: Ethik in der medizinischen Forschung rund um den Beginn des menschlichen Lebens.

Dr. Martin Grichting, Surcuolm, "Das rechtliche Verhältnis von Kirche und Staat in der Schweiz - Entwicklungsfähig oder nicht reformierbar?" (11. Juni 2001)

Dr. Erwin Keller, St. Gallen, "Mystagogie und liturgische Bildung. Von der liturgischen Bewegung her (sich) zur Liturgie bewegen." (5. Juni 2000)

Kanonikus Christoph Casetti, Chur, "Leitideen zum hl. Jahr 2000 unter besonderer Berücksichtigung des Ablasses" (13. März 2000)

Prof. Dr. Manfred Hauke, Dogmatiker in Lugano "Gott Vater" (15. Juni 1999)

Dr. med. Nikolaus Zwicky-Aeberhard, Thun, "Problematik der Fristenlösung" (1. März 1999)

Allgemeine Büchertipps

 

Werk unseres Referenten Dr. theol. Christian Schulz, Bartolomäberg

Schulz, Christian : Die Enzyklika 'Humanae vitae' im Lichte von 'Veritatis Splendor'. St.Ottilien 2008. 304 Seiten., EOS-Verlag Erzabtei St. Ottilien. Moraltheologische Studien Neue Folge Bd. 6.

ISBN-10: 3830673272
ISBN-13: 978-3830673279
EUR 38.00

Am 25. Juli 2008 jährt sich zum 40. Male das Erscheinen der Enzyklika Humanae vitae (HV) Papst Pauls VI. Gerade im deutschen Katholizismus formierte sich sogleich nach deren Veröffentlichung lautstarker Protest, der sich vor allem gegen die zentrale aber gewiss nicht allein bedeutsame Aussage richtete, jede Handlung sei verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel (HV 14). Eine ablehnende bzw. gleichgültige Haltung dominiert in theoretischer wie in praktischer Hinsicht, so muss wohl festgestellt werden, bis in die Gegenwart hinein. Andererseits wird mehr und mehr die prophetische Bedeutung von Humanae vitae erkannt, da die unheilvollen Auswirkungen eines technisierten Auseinanderreißens von geschlechtlicher Hingabe und Fruchtbarkeit hinsichtlich der persönlichen Lebensgestaltung und zugleich hinsichtlich gesellschaftlicher Fragestellungen immer offener zutage treten. So ist es, vielleicht mehr denn je, ein Gebot der Stunde, die Wahrheit der kirchlichen Lehre, die nicht von der Kirche erdacht, sondern in autoritativer Auslegung des natürlichen Sittengesetzes und des biblischen Menschenbildes empfangen ist und dargelegt wird, entschieden um der Menschen willen zu verkünden. Die vorliegende Arbeit hat sich nun der Aufgabe angenommen, unter Führung der Moralenzyklika Veritatis splendor Johannes Pauls II. aus dem Jahre 1993 ausgewählte Problemfelder moraltheologischer Auseinandersetzung für die Bewertung der kirchlichen Lehre zur verantorteten Elternschaft gerade auch unter Abwehr kontroverser Stellungnahmen zu diskutieren. Dabei geht es zum einen um die Kompetenz des kirchlichen Lehramtes und um die Berechtigung des lehramtlichen Anspruches auf Verkündigung der Wahrheit vor allem im Bereich des natürlichen Sittengesetzes. Zum anderen soll der innere Wahrheitsgehalt dieser Lehre verdeutlicht werden, so dass das Ineinander von Autorität und Argument klar hervortritt. Nachdem so der Anspruch der Wahrheit formuliert ist, stehen abschließend Fragen nach dem persönlichen Gewissen und einer angemessenen Umsetzung der kirchlichen Lehre im Mittelpunkt des Interesses. Ganz nebenbei und zugleich doch auch ganz zentral wird das nicht unproblematische Wort der deutschen Bischöfe zur seelsorglichen Lage nach dem Erscheinen der Enzyklika Humanae vitae , die sog. Königsteiner Erklärung (KE), vom 30. August 1968 einer kritischen Würdigung unterzogen, die die Dringlichkeit des Anliegens unterstreicht, dieses Schreiben seitens der verantwortlichen Bischöfe einer Revision zu unterziehen.

Empfehlung unseres Referenten Abt Pankraz Winiker OSB, em. Abt von Disentis
Bianchi, Enzo: Gott im Wort: Die geistliche Schriftlesung. Eichstätt 1997.104 S. 20,5 cm, 138 g 
ISBN: 3-7721-0198-4 
Franz Sales Verlag

11.40 € - SFr.: 20.70

Der ganz persönliche Umgang mit der Heiligen Schrift bedarf einer Erklärung, um die ganze Kraft des Wortes Gottes auskosten zu können. 
Enzo Bianchi, der Gründer der ökumenischen Gemeinschaft in Bose/Piemont, gibt dazu eine tiefgründige und praxisnahe Anleitung. Er zeigt einen Weg zur Geistlichen Schriftlesung, die auf eine grosse Tradition des christlichen Altertums und Mittelalters zurückblicken kann. 
Dieser Weg lädt ein, mit dem Wort Gottes zu leben, hörend und handelnd.

Werk unseres Referenten Dr. theol. Roland Graf, Alpthal
Graf, Roland: Klonen: Prüfstein für die ethischen Prinzipien zum Schutz der Menschenwürde.
EOS Verlag Erzabtei St. Ottilien, St. Ottilien 2003, 452 Seiten, Moraltheologische Studien Neue Folge Bd. 5.

Inhaltsverzeichnis im PDF-Format

ISBN: 3-8306-7170-9
EUR 29.80

Die Klontechniken und die Forschung mit Stammzellen haben in den letzten sechs Jahren ganz neue ethische Fragestellungen aufgeworfen, die auch in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen. Eine wichtige Aufgabe der Moraltheologie besteht darin, nicht nur Antworten zu geben, sondern die Fachleute und die Öffentlichkeit für das christliche Verständnis der Menschenwürde zu sensibilisieren.
In der vorliegenden Untersuchung werden zunächst die grundlegenden Begriffe und biologischen Prozesse erklärt. Neben den Klontechniken werden auch Verfahren besprochen, die als Alternativen des so genannten therapeutischen Klonens gelten: Die Parthenogenese, die Xenotransplantation, die Verwendung von embryonalen Stammzellen, die Transplantation von fetalem Gewebe und die eher unterschätzten Möglichkeiten mit adulten Stammzellen. Die Problematik des reproduktiven Klonens des Menschen wird ausführlich dargelegt.
Diese Situationsanalyse kombiniert mit philosophischen Überlegungen führt zu einer neuen Definition des Lebensbeginns. Anschließend werden verschiedene philosophische Menschenwürdekonzeptionen vorgestellt und diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird das Spannungsverhältnis zwischen den Schutzbestimmungen aufgrund der Menschenrechte und dem Recht auf Forschungsfreiheit in internationalen Erklärungen und Deklarationen untersucht.
Aus theologischer Perspektive wird eine christlich verstandene Menschenwürde dargestellt, die sich auf die Offenbarung stützt. Mit Hilfe der Aspekte der Ebenbildlichkeit, der Berufung, der Inkarnation und der Erlösungstat Christi wird die inhärente Menschenwürde beschrieben. Diese wird von der erwerb- und verlierbaren Menschenwürde unterschieden. Aus der inhärenten Menschenwürde werden zwei primäre ethische Prinzipien abgeleitet: Die Würde der Weitergabe des menschlichen Lebens und die Würde des gezeugten Lebens achten. Unter dem Gesichtspunkt dieser ethischen Prinzipien werden die im medizinischen Teil besprochenen Verfahren und die unterschiedlichen Positionen der Morallehre diskutiert.
Als Fazit plädiert der Autor für eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern und Moraltheologen. Die Klontechniken als extreme Formen der Missachtung der Menschenwürde stellen eine Art Prüfstein dar. Jede Ethik, jede Moral hat sich daran zu messen, wie umfassend sie den Menschen in seiner inhärenten Würde zu schützen vermag.


Graf, Roland: Ethik in der medizinischen Forschung rund um den Beginn des menschlichen Lebens. Edition Universität. 1999. 218 S. 24 cm. Kartoniert. 378gr. (Lizentiatsarbeit)
ISBN: 3-534-14924-6
- WISSENSCHAFTLICHE BUCHGESELLSCHAFT-

49.80 DM - 46.00 sFr
(vergriffen)

Das Buch behandelt folgende Forschungsgebiete der Medizin rund um den Beginn des menschlichen Lebens: Die In-vitro-Fertilisation (IVF), Präimplantationsdiagnostik (PID), das Klonen, pränatale Diagnostik (PND) und die Transplantation von fetalem Gewebe. Die umfangreichen Fragestellungen werden schwerpunktsmässig in einem medizinischen, philosophischen, medizinrechtlichen und theologischen Kapitel behandelt. Mit der Situationsanalyse im medizinischen Teil wird eine solide Grundlage geschaffen, um Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Bereichen aufzuzeigen. Ein für die ethische Bewertung bisher zu wenig beachteter Vorgang ist die Befruchtungskontrolle nach IVF. Bei jeder, auch der standardmässig durchgeführten IVF, wird bereits an diesem Punkt zwischen ‘lebenswerten’ und ‘lebensunwerten’ Embryonen unterschieden. Es zeigt sich, dass diese Selektionsweise vom Beginn des menschlichen Lebens an, je nachdem über PID und PND bis hin zum selektiven Fetozid, angewendet wird. Es sind folglich "qualitätssichernde" Methoden. Im philosophischen Kapitel werden Begriffe, die in der Reproduktionsmedizin und in den Geisteswissenschaften verwendet werden, ausführlich behandelt. Besondere Beachtung wird dem ganz aktuellen Problem der Herstellung von Stammzellen aus in-vitro gezeugten oder geklonten Embryonen gewidmet. Danach wird im medizinrechtlichen Kapitel vor allem auf die Situation in der Schweiz eingegangen. Im Vergleich zur Dynamik der Forschungsbereiche ist die Entwicklung von medizinisch-ethischen Richtlinien schwerfällig und die Gesetzesentwicklung geradezu statisch. Die Würde des Menschen wird im theologischen Kapitel anhand der wichtigsten lehramtlichen Dokumente der Katholischen Kirche von verschiedenen Blickwinkeln her abgeleitet. Basierend auf diesem Würdebegriff erfolgt die ethische Bewertung der behandelten Forschungsbereiche anhand von sechs Fragen. Mit Blick auf die Enzyklika ‘Evangelium vitae’ kann folgendes Fazit gezogen werden: Die Verantwortung in der Reproduktionsmedizin liegt nicht nur bei den Forschern und beim Gesetzgeber, sondern auch bei den Verkündigern des Evangeliums vom Leben.

Rezensionen auf der Webseite des Verlages.

Werk unseres Referenten Dr. Martin Grichting, Surcuolm
Martin Grichting:

Kirche oder Kirchenwesen? Zur Problematik des Verhältnisses von Kirche und Staat in der Schweiz, dargestellt am Beispiel des Kantons Zürich, Fribourg 1997. 
[Freiburger Veröffentlichungen aus dem Gebiete von Kirche und Staat, Bd. 47, 
ISBN 3-7278-1107-2], XLVI + 347 Seiten.

Rezension von Hans-Victor von Sury

Martin Grichting:

Die Umschreibung der Diözesen. Die Kriterien des II. Vatikanischen Konzils für die kirchliche Zirkumskriptionspraxis, Frankfurt/M., Berlin, Bern, New York, Wien 1998.
[Adnotationes in Ius Canonicum, Bd. 7, ISBN 3-631-33946-1], XIV + 113 Seiten. 

Rezension in der Schweiz. Kirchenzeitung

Buchempfehlungen unseres Referenten Bruder Benno Kehl, Zürich
Bruder Leonhard:

Die Macht der Droge und die Gnade Gottes. 4. Auflage 1998. 94 S. 
ISBN: 3-85764-387
- KANISIUS, FREIBURG-

Bruder Leonhard Wetterich, Franziskaner, geb. 1955 in Bad Kissingen/Nordbayern. Aufgewachsen auf dem elterlichen Bauernhof. Nach der Schule Ausbildung als Automechaniker. Tätigkeit als Montagearbeiter. 2jährige Weltreise durch Asien; Farmarbeiter in Australien. Seit 1982 im Franziskanerorden. Ewige Profess 1988. Seit Frühjahr 1989 Gassenarbeiter und Seelsorger für Drogenabhängige vorwiegend in Zürich.

Drogenszene Zürich: Hoffnungsvolle junge Menschen vegetieren im Elend. Dieser erschütternde Report aus der Drogenszene zeigt, wie wichtig es ist, Drogenabhängige nicht aufzugeben. Schon unzählige Süchtigen wurde die glaubende Hoffnung der Mitmenschen zur Rettung an Lieb und Seele. Einige lebendige Zeugnisse von Fixern, die im Vertrauen auf Gott den Schritt in ein neues drogenfreies Leben gewagt haben, belegen das.

Buchempfehlungen unseres Referenten Dr. Erwin Keller, St. Gallen
      
Ratzinger, Joseph:

Der Geist der Liturgie. Eine Einführung. 2000. 208 S. 22 cm. Gebunden.412gr. 
ISBN: 3-451-27247-4, KNO-NR: 8 64 70 76
- HERDER, FREIBURG-
36.00 DM - 34.00 sfr

Kardinal Josef Ratzinger hat sich kritisch zum Zustand der Liturgie in der Katholischen Kirche geäussert. Die Liturgie sei früher für die Gläubigen weithin unter privaten Gebetsanleitungen und -formen verborgen gewesen. Durch die Liturgische Bewegung und durch das II. Vatikanische Konzil "wurde das Fresko freigelegt, und einen Augenblick waren wir fasziniert von der Schönheit seiner Farben und Figuren", schriebt der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre in seinem neuen Buch 'Der Geist der Liturgie'. Inzwischen sei dieses Fresko durch "klimatische Bedingungen wie auch durch mancherlei Restaurationen oder Rekonstruktionen gefährdet und droht zerstört zu werden." Diesen schädlichen Einflüssen müsse Einhalt geboten werden.

  Guardini, Romano: 

Vom Geist der Liturgie. (Werke). 1997. 90 S. 21,5 cm. Kartoniert. 139gr.
ISBN: 3-7867-2025-8, KNO-NR: 6 97 56 21
- MATTHIAS-GRÜNEWALD-VERLAG; SCHÖNINGH-
24.80 DM - 23.60 sfr

Guardinis "Vom Geist der Liturgie" ist eines seiner bekanntesten und wirkungsgeschichtlich erstaunlichsten Bücher in der Werkausgabe. Gerade weil Guardini den Menschen in seinen heutigen Nöten und seiner inneren Zerrissenheit im Blick hat, ist sein Buch noch immer überraschend aktuell und ein Begleitbuch für alle, die nach einer echten, lebbaren Spiritualität suchen.

          
Guardini, Romano: 

Liturgie und liturgische Bildung. (Werke). 2. Aufl. 1992. 198 S. 21,5 cm. Kartoniert. 282gr.
ISBN: 3-7867-1615-3, KNO-NR: 4 47 48 55
- MATTHIAS-GRÜNEWALD-VERLAG; SCHÖNINGH-
34.00 DM - 34.00 sfr

     
Werk unseres Referenten Kanonikus Christoph Casetti
     

Casetti, Christoph: 

Kleiner Familienkatechismus. Einfache Darstellung des katholischen Glaubens. 
2. Aufl. 1997. 176 S. m. Abb. 19 cm.
Kartoniert. 180gr. 
ISBN: 3-7171-0985-5, KNO-NR: 6 38 85 06
- CHRISTIANA-VERLAG-

Dieses Buch verdankt seine Entstehung dem Wunsch von Jugendlichen. Sie suchten eine übersichtliche und systematische Darstellung unseres Glaubens. Die klassischen Lehrstücke eines Katechismus schienen dafür geeignet: das Glaubensbekenntnis, die Sakramente, die Gebote und das Vaterunser. Sie wurden ergänzt mit je einem Kapitel über das Kreuzzeichen, die Bibel, das Gegrüßt seist du Maria und die liturgische Feier des Kirchenjahres. Dieses Buch gibt auch eine Hilfe für das religiöse Gespräch in den Familien. Schon in seinem Apostolischen Schreiben "Familiaris consortio" über die Aufgaben der christlichen Familie in der Welt von heute (ebenfalls im Christiana-Verlag erschienen) hatte Papst Johannes Paul II. die Schaffung eines Familienkatechismus angeregt. Dieses Buch will ein kleiner Versuch dazu sein.

Die Eltern sind die ersten Verkünder des Evangeliums für ihre Kinder. Dazu müssen sie den Glauben vor allem mit ihrem Leben bezeugen. Sie müssen ihn aber auch wenigstens anfangshaft erklären und begründen können. Es ist gar nicht immer leicht, die neugierigen Kinderfragen oder die kritischen Fragen von Jugendlichen angemessen zu beantworten. Im Grunde ist unser Glaube nicht kompliziert. Aber er hat sich während Jahrhunderten entfaltet. Viele Generationen haben ihm auch einen sprachlichen Ausdruck gegeben. So hat der Autor versucht, den Glauben in einer einfachen Sprache für unsere Zeit verständlich zu machen. Ein kleines Buch kann nicht alles sagen. Was jedoch gesagt wird, soll verantwortbar sein und sich ohne weiteres durch ausführlichere Darstellungen ergänzen lassen — besonders durch den Katechismus der Katholischen Kirche.

     
 Werk unseres Referenten Prof. Dr. Manfred Hauke, Dogmatiker in Lugano
     
hauke.jpg (8820 Byte) Hauke, Manfred:

Die Firmung. Geschichtliche Entfaltung und theologischer Sinn. 1999. XI, 524 S. 24 cm. Gebunden. 900gr.
ISBN: 3-89710-074-6, KNO-NR: 7 92 42 51
- BONIFATIUS DRUCKEREI-
78.00 DM - 74.00 sfr

Aus den praktischen Erfahrungen in der Firmvorbereitung des Autors, aus intensiven Kontakten mit Seelsorgern, Firmhelfern und Firmbewerbern und aus der theologischen, wissenschaftlichen Durchdringung der Thematik erwuchs dieses umfassende Werk über die Firmung.

Der Autor gibt einen tiefen Einblick in die biblische Grundlegung der Firmung und damit in die biblische Lehre von Geistsendung, Taufe, Salbung und Handauflegung. Die Spendung der Firmung durch den Bischof sieht Hauke eindeutig abgeleitet von der besonderen Vollmacht der Apostel, die dann auf die Bischöfe übertragen wurde, wie die Väter Theologie bezeugt. Dabei geht Hauke auf die unterschiedlichen liturgischen Entwicklungen in den christlichen Ländern ein. Einen grossen Raum widmet er der Entwicklung im christlichen Osten.

Das Mittelalter prägte den Sakramentsbegriff, gab der Firmung durch Thomas von Aquin eine bis in die Gegenwart bestehende Ordnung. In der Neuzeit wurde zunächst durch die Reformatoren die Firmung als Sakrament geleugnet und vom Konzil zu Trient neu bekräftigt. Die Diskussion über die Firmung mündete schliesslich in den Katechismus Romanus. Die Lehre des 2. Vatikan. Konzils und der Katechismus der Katholischen Kirche runden den gelungenen sorgfältigen geschichtlichen Überblick ab.

Die systematische Darlegung der Firmtheologie geht bis ins Detail auf die Zeichen und Worte der Firmspendung ein und legt ein gutes Fundament für das Glaubenswissen. Dabei stellt Hauke die Firmung in die lebendige Beziehung zu Jesus Christus, zur Kirche mit der Gesamtheit der Sakramente und zur Fülle der Geistesgaben. Sehr kompetent setzt sich der Autor mit der Frage nach dem richtigen Firmalter auseinander. "Die gewichtigsten Überlegungen drängen auf eine möglichst baldige Spendung der Firmung nach der Taufe: die Zusammengehörigkeit beide Sakramente, die Bedeutung der Firmung für das ewige Heil, die Hinordnung auf die Eucharistie."

Schliesslich fügt der Autor Aspekte der Gegenwart an, soweit sie den Ökumenismus, die anglikanische Kirche und die Pfingstbewegungen betreffen. Die Neubelebung des Sakramentes der Firmung könnte mit dazu beitragen, dass im neuen Jahrtausend der Geist Gottes der Kirche neue Kräfte verleiht. "Das Sakrament der Firmung teilt einen geistlichen Reichtum mit, der zumal angesichts des grossen Jubiläums von jedem gefirmten Christen persönlich zu erneuern ist."

Ein besonderer Vorzug des Werkes ist die jeweilige Zusammenfassung am Ende der grossen Kapitel. Im Anschluss an die Literaturangabe finden sich in einem Register die zitierten Bibelstellen, die in dem Werk behandelten Theologen und Autoren und ein Register für Sachbegriffe. Dieses Buch gehört in die Hand der Seelsorger, Lehrer und Firmhelfer, in die Pfarrbibliotheken und Studienbüchereien.

Gerhard Stumpf (aus: Der Fels 5/1999)

   
Werk und Empfehlung unseres Referenten Dr. med. Nikolaus Zwicky-Aeberhard, Thun
      
Zwicky-Aeberhard N., Zurfluh A. (Hrsg.):

Bevölkerung und Entwicklung
ISBN 3-908544-17-3, 283 S., Thesis Verlag, Zürich 1997, SFr. 24.50. (erhältlich im Buchhandel oder beim Herausgeber Dr. Nikolaus Zwicky)

Der Band enthält die an der Jahrestagung 1995 der Vereinigung Katholischer Ärzte der Schweiz zum Thema "Bevölkerung und Entwicklung" gehaltenen, zum Teil leicht überarbeiteten Vorträge. Der Pariser Professor Gerard-Francois Dumont beschreibt "Mythen und Legenden" der heute gängigen Meinungen zur Bevölkerungsentwicklung. Francois Geinoz weist u.a. nach, dass heute in Indien 900 Millionen Menschen besser leben als 400 Millionen vor 40 Jahren. Dr. Lorenzo Cantoni, Piacenza zeigt, wie die Höhe der Fruchtbarkeit eines Landes meistens positiv zur Produktionssteigerung korreliert. Die slowakischen Referenten Dr. Andrej Hradocky und Dr. Karol Pastor vergleichen demographische Daten aus West und Ost. Dr. Anselm Zurfluh leitet aus der Geschichte ab, dass das Bevölkerungswachstum prinzipiell positive Auswirkungen hat, ein Bevölkerungsrückgang jedoch immer negative Folgen, weil der Mensch nur dank seinem "kulturellen Gedächtnis" überlebensfähig ist. Der Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun verlangt, dass die kinderfeindliche Ideologie der Bevölkerungskontrolle durch eine Kultur des Lebens ersetzt wird, in der jedes Kind zuerst nicht als Last, sondern als Geschenk Gottes und Grund der Freude gesehen wird. Dr. Niklaus Zwicky-Aeberhard stellt die Enzyklika "Evangelium vitae" als Grundlage für eine menschliche Bevölkerungspolitik dar. Diese muss auf dem "unbedingten Schutz des menschlichen Lebens" aufbauen. Dr. Josef Nick kommt zum Schluss, dass heute in der entwickelten Welt die grösste Gefahr für das ungeborene Kind nicht die Krankheit ist, sondern einerseits die Abtreibung, andererseits die während der Schwangerschaft eingenommenen Suchtstoffe. Dr. Regine Tadros-Schenkel berichtet über ihre Eindrücke an der Welt-Frauenkonferenz in Peking 1995.
Dieser Kongressband gibt Einblick in verschiedenste Aspekte der Fragen rund um Bevölkerungs- und Entwicklungstheorien und vermag mit zahlreichen objektiven Befunden die Thesen von Bevölkerungsexplosion und Überbevölkerung wirksam zu entmythologisieren.

Gut Walter:

Der Staat und der Schutz des ungeborenen Lebens.
ISBN 3-905198-48-7, 90 S., Brunner Verlag, Kriens 1998. 

Die vorliegende Studie setzt sich auseinander mit der vorgeschlagenen Fristenlösung und mit dem «Schutzmodell mit Beratungspflicht», das seinerseits mit einer Fristenlösung verknüpft ist. Dabei ist es ein besonderes Anliegen des Verfassers, die Auseinandersetzung mit rationalen Argumenten zu führen und sie auf Überlegungen zu beschränken, nach welchen sozialethischen Kriterien der Staat das Abtreibungs-Recht zu gestalten hat. Der vom christlichen Glauben geprägte individualethische Aspekt wird hier nicht dargelegt, so wichtig er für schwangere Frauen ist, die sich bei unerwünschter Schwangerschaft mit dem Gedanken befassen, ihr Kind abzutreiben. Der Verfasser versucht, die wichtigsten Gesichtspunkte einer «staatsethisch» am ehesten vertretbaren Regelung vorzulegen. Dabei ist ihm die abendländisch-christliche ethische Tradition wegleitend.