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Fischer, Albert:
Reformatio und Restitutio. Das Bistum Chur im Zeitalter
der tridentinischen Glaubenserneuerung. Zugleich ein Beitrag zur
Geschichte der Priesterausbildung und Pastoralreform (1601-1661)
Dezember 2000, Geb 835 S., 110 Abb.
ISBN: 3-905314-14-2
Chronos Verlag Zürich
98.- SFr. - 118 DM
Die Glaubensspaltung des 16. Jahrhunderts bedeutete
für die alte Kirche die grösste Katastrophe ihrer Geschichte, doch
verhalf der dadurch ausgelöste Schock einer überfälligen Reform zum
Durchbruch. Das Konzil von Trient (1545-1563) verlieh dem katholischen
Glaubensbewusstsein in scharfer Abgrenzung zur protestantischen Lehre
klaren Ausdruck; es bahnte darüber hinaus die Beseitigung der
drückendsten Missstände an und gab unter dezidierter Betonung der
seelsorgerlichen Erfordernisse dem kirchlichen Leben neue Impulse. Es
bedurfte indessen jahrzehntelanger zäher Anstrengung, bis die religiöse
Erneuerung spürbar wurde.
In diesen Kontext stellt der Autor die langwierige Anbahnung der
tridentinischen Glaubenserneuerung und deren konkrete Umsetzung im Bistum
Chur in den ersten sechs Dezennien des 17. Jahrhunderts. Ähnlich wie in
den Territorien der Bistümer, welche die Alte Eidgenossenschaft
umfassten, ging es primär darum, im Klerus aller Ränge die Bereitschaft
zur Selbstreform zu wecken und mit der «Hilfe von aussen» einen dem
tridentinischen Ideal des «Pastor bonus» nahekommenden, gut
ausgebildeten und aus der Diözese erwachsenden Seelsorgeklerus
heranzuziehen. Damit konnte der Schock der Reformation durch
innerkatholischen Neuaufschwung überwunden werden.
In kirchenhistorischer Hinsicht liegt die Bedeutung der Untersuchung, die
auf einer breiten Quellen- und Literaturpalette basiert, vor allem darin,
dass sie eine bislang nicht im Zusammenhang erforschte Epoche der Churer
Diözesangeschichte aufarbeitet, die das Substrat für den Katholizismus
des Barockzeitalters bildete und im Bereich der Frömmigkeit und Seelsorge
Massstäbe setzte, die teilweise bis ins 20. Jahrhundert Gültigkeit
hatten.
Darüber hinaus lässt sich exemplarisch nachvollziehen, wie die
Katholische Reform von Seiten der verschiedenen Träger konkret
durchgeführt wurde und welche mühsame Wegstrecke bis zur endgültigen
Durchsetzung zurückzulegen war.
Albert Fischer,
geboren 1964 in Chur, studierte in Fulda und Rom katholische Theologie,
wurde 1995 zum Priester geweiht und schloss mit der vorliegenden Arbeit
1999 sein Doktoratsstudium an der Katholisch-Theologischen Fakultät der
Universität Regensburg ab. Seit Februar 2000 ist er als Vizearchivar der
Diözese Chur tätig. |
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Hammerschmidt-Hummel, Hildegard: Die verborgene Existenz des William Shakespeare. Dichter und Rebell im katholischen Untergrund. 2001. 287 S. m. 15 Abb. 22 cm. Gebunden. 501gr.
ISBN: 3-451-27417-5, KNO-NR: 09 52 77 21
-HERDER, FREIBURG-
49.80 DM - 45.00 sFr
Wer war William Shakespeare? Wer waren
seine Lehrer? Wo konnte er sein umfassendes Wissen, seine akademische
Bildung, seine geographischen Kenntnisse und seine Weltläufigkeit
erwerben? Wo war er in jenen rätselhaften sieben Jahren seines Lebens
(1585-1592), über die man bislang nichts wusste?
Die vorliegenden Ergebnisse
wissenschaftlicher Forschung zeigen: All dies steht in engstem
Zusammenhang mit dem grossen Lebensgeheimnis des Dichters: seiner
verborgenen Existenz im unterdrückten englischen Katholizismus ...
Aus einer Fülle exakt belegter Fakten und
Indizien erschliesst sich ein überzeugendes Gesamtbild, das ein völlig
neues Licht auf Leben und Werk Shakespeares wirft.
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| Neuzeit |
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Amerio
Romano, Iota Unum. Eine Studie über die Veränderungen in der
Katholischen Kirche im XX. Jahrhundert.
Iota Unum ist eine minutiöse, präzise und
kompromisslose Bestandesaufnahme der Veränderungen, die sich in der
Katholischen Kirche seit dem II. Vatikanischen Konzil vollzogen haben. In
42 Kapiteln wird die gesamte Bandbreite des modernen katholischen Lebens
und der modernen katholischen Lehre einer kritischen Betrachtung
unterzogen. Im Mittelpunkt stehen dabei: das II. Vatikanische Konzil,
Priestertum, Katechese, religiöse Orden, Feminismus, Ökumenismus,
Glaube, Moral, katholische Kultur, Liturgie und Eschatologie. Für seine
Analyse benutzte der bekannte Philosoph Romano Amerio ausschliesslich
offizielle und halboffizielle Verlautbarungen der Kirche und L'Osservatore
Romano, die offizielle Zeitung des Vatikans.
"In einer Epoche der Krise ist das
grösste Geschenk, das ein betagter Gläubiger seiner Kirche machen kann,
eine klare Sprache" Gianfranco Morra in Il Tempo
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Orlandis, Jose: Stürmische Zeiten. Die katholische Kirche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
1999. 307 S. 22 cm. Gebunden. 496gr.
ISBN: 3-928272-07-1, KNO-NR: 08 44 32 08
-MM VERLAG, AACHEN-
20.00
€
Die Geschichte
der katholischen Kirche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist
ebenso spannend wie faszinierend: fünf Päpste lösten sich auf dem Stuhl
Petri ab, das Zweite Vatikanische Konzil fand statt, das neue Kirchenrecht
wurde beschlossen, die Liturgie reformiert und ein großer Katechismus
publiziert.
Doch gab es
auch Schatten: die nachkonziliare Krise und die Krise der neuen Moderne,
der "Fall Lefèbvre", Probleme in den deutschsprachigen und
holländischen Teilkirchen, die schwierigen Beziehungen des Heiligen
Stuhls zu Spanien unter Franco und so manches mehr.
Mit der
Genauigkeit des Wissenschaftlers und großer Sachkenntnis, aber in einer
verständlichen Sprache analysiert Professor Orlandis das Leben der
katholischen Kirche in den vergangenen 50 Jahren und entlarvt so manche
Spekulation und Legende. Dabei versäumt er es nicht, auf das Umfeld der
Kirche, die modernen Gesellschaften und auf eine Vielzahl von Phänomenen
einzugehen, die das Gesicht der Welt und die Lebensbedingungen der
Menschen grundlegend verändert haben.
Die Geschichte
der Kirche in diesen letzten Jahrzehnten des Jahrhunderts darzustellen -
einer Zeit, in der wir selber leben und zu der wir noch keinen Abstand
haben - ist eine große Herausforderung. José Orlandis, ein erfahrener
Historiker, hat sich dieser Aufgabe gestellt. |
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Schmid,
Werner (Hg.): Das verschwiegene Konzil: Was das Zweite Vatikanische Konzil wirklich gelehrt hat. Entscheidende Texte des Vaticanum II.
Zusammengestellt und herausgegeben von Werner Schmid. Mit einem Vorw. von Kurt Krenn.
St. Pölten- Traisenpark :
ÖS 263,- / DM 36,- / SFr 33,-
Viele berufen sich seit Jahren immer wieder auf das Konzil, um ihren Ansichten Autorität und Geltung zu verschaffen. Sie
beschwören einen sogenannten "Geist des Konzils", wollen aber mit dem, was das II. Vaticanum wirklich gesagt hat, nichts zu tun
haben.
Sowohl den Verfälschungen des Konzils wie auch dem Verschweigen seiner wesentlichen Texte gilt es entgegenzutreten. Kardinal Ratzinger ist
davon überzeugt, "daß die Rückkehr zu den Dokumenten von besonderer Aktualität ist". Nicht das, was wir möchten, daß das Konzil gesagt habe,
muß unseren Weg bestimmen, "sondern das, was das Konzil wirklich gesagt hat", denn "das wahre Erbe des Konzils liegt in seinen Texten". |
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Aktualisiert am
10.11.2011
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