Präses: Dompfarrer Harald Eichhorn, Hof 14, CH-7000 Chur
Tel: 081 / 252 20 76     Fax: 081 / 252 20 71

Sekretär: Pfr. Dr. Roland Graf, Waagtalstr. 31, CH-8842 Unteriberg
Tel:/Fax: 055 / 414 11 16

 



















zurück

home

 

Büchertipps: Glaube und Kirche

Spezielle Büchertipps

Zurück zur Übersicht

Deutschsprachiges Verzeichnis lieferbarer Bücher

Zentrales Verzeichnis antiquarischer Bücher

 

 
Walter Brandmüller (Hg.), Das eigentlich Katholische. Profil und Identität, Grenzen des Pluralismus. 1997. 250 S. 
ISBN: 3-928272-59-4
-MM Verlag-

Eine neue Religiosität hat die Menschen ergriffen: Man kann Astrologie betreiben, fernöstliche Meditationstechniken üben, nach christlicher Tradition heiraten und die Toten beerdigen, an die Wiedergeburt glauben und Séancen abhalten - kein Problem! Dieser irrationale religiöse Cocktail ist für viele die Religion der Zukunft, die Grundlage eines alle verbindenden "interreligiösen" Weltethos, das endlich den Weltfrieden bringt. In der Tat: wer nicht mehr an Gott glaubt, glaubt an alles!

Welche Rolle spielen das Christentum und die christlichen Kirchen noch? Und was ist eigentlich das "spezifisch Katholische"? Längst ist das Christentum keine einheitliche Größe mehr. Erst hat sich der Osten abgespalten, dann gründeten die Reformatoren eigene Kirchengemeinschaften. Jede andere christliche Gemeinschaft vermag zu sagen, wann, wo und warum sie gegründet wurde - sich also von der katholischen Kirche getrennt hat. Tatsächlich aber geht nur die römische Kirche direkt auf Jesus Christus zurück. Die ungebrochene Kontinuität zwischen Petrus und Johannes Paul II. ist das eigentliche Stigma des Katholischen. 

Aber auch Liturgie, Eucharistie, Marienverehrung und Kirchenverständnis sind Themen, an denen sich die unaufgebbare Substanz des Katholischen aufzeigen läßt. Nur ein profundes Wissen über die eigene religiöse Identität und ein klares Profil ermöglichen ein fruchtbares ökumenisches Gespräch. Das ist das Anliegen ausgewiesener Theologen und Fachleute, deren Beiträge dieses Buch eint.

Mit Beiträgen von: Theodor Maas-Ewerd, Alfred Gläßer, Lothar Roos, Manfred Hauke, Klaus Schatz, Stephan Otto Horn, Leo Scheffczyk, Manfred Lochbrunner und Anton Ziegenaus

Düren, Sabine: Diakonat der Frau? Fragen zur Stellung der Frau in der Kirche. 2000. 72 S. 
ISBN: 3-934225-06-3
Buttenwiesen; Stella Maris Verlag  8.50 SFr.

Johannes Paul II. erklärte in «Ordinatio sacerdotalis» (1994) kraft seines Amtes, «dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.» Ein Teil der feministischen Bewegung hat als Reaktion auf diese päpstliche Lehrentscheidung die Frage nach dem Frauenpriestertum zurückgestellt und konzentriert sich nun auf die Forderung nach der sakramentalen Diakonatsweihe für Frauen. Da in dem Lehrdokument nicht ausdrücklich auch die Diakonatsweihe genannt sei, bleibe diese Frage offen und könne diskutiert werden — so ist immer wieder zu hören.

In der hier vorgelegten Schrift legt die Autorin die gängigen Argumente für den Frauendiakonat dar «und bewertet sie aus der Sicht des heutigen Forschungsstandes... Die Verfasserin bleibt nicht bei der Ablehnung des Frauendiakonates stehen, sondern weist behutsam Wege zu einer spirituellen und praktischen Weiterführung des Engagementes von Frauen in der Kirche auf» (Joachim Kardinal Meisner).

Filler, Ulrich: 'Deine Kirche ist ja wohl das Letzte'. Fakten, Argumente, Standpunkte. 4., überarb. Aufl. 2000. 141 S. 18,5 cm. Gebunden. 176gr.
ISBN: 3-87336-191-4, KNO-NR: 8 75 34 44
- HESS, ULM; FE MEDIENVERLAG

 6.14 €


Das Buch ist nicht mehr vergriffen, wie hier angegeben war, sondern lässt sich via Buchhandlungen oder direkt beim Verlag beziehen: fe-medien-verlag, Friedrich-Wirth-Str.4, D-88353 Kißlegg, 
Tel.: +49 7563/92007. [ISBN 3-928929-20-8]

Ob Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, kirchliche Dogmen oder Morallehre - dieses Buch weicht keiner Frage aus. Es macht klar, was die Kirche wirklich denkt, und dass viele Vorwürfe - bei näherer Betrachtung - nicht haltbar sind.

Argumente für Gläubige, Antworten für Suchende. Die Tatsache, dass schon die sechste Auflage in Vorbereitung ist, spricht für sich.

Angaben über den Autor.

Horst, Guido: Gott ja, Kirche nein. Antworten auf 66x Kritik. Bd.1
1997. 355 S. 21,5 cm. Gebunden. 654gr.
ISBN: 3-928272-40-3, KNO-NR: 07 22 29 13
-MM VERLAG, AACHEN-

38.00 DM - 38.00 sFr

Horst, Guido: Gott ja, Kirche nein. Antworten auf 66x Kritik. Bd.2
2001. 312 S. 21,5 cm. Gebunden. 548gr.
ISBN: 3-928272-61-6, KNO-NR: 09 88 69 25

-MM VERLAG, AACHEN-

36.00 DM - 33.00 sFr

Ressentiments, Irrtümer und Klischees prägen die Diskussion über Glaube und Kirche. Der Christ, der zu seiner Kirche steht, sieht sich zumeist in die Defensive gedrängt - er muß Sich rechtfertigen, ihm wird die „Beweislast" zugeschoben. Und häufig fallen ihm dann nicht die richtigen Argumente ein ....

Das Buch Gott ja, Kirche nein hat dem „Volk aufs Maul geschaut" und liefert Antworten auf die populärsten antikirchlichen Thesen und Fragen, die in Büros und Talkshows, an Theken und auf Straßen kursieren: Die Kirche ist doch eh nur ein menschlicher Machtapparat! Was soll diese Herrschaft alter Männer in Rom? Jesus hat nie von Sonntagsmesse und Beichte gesprochen! Jungfrauengeburt und Unfehlbarkeit des Papstes - das ist doch blanker Unsinn! Warum verbietet die Kirche alles, was Spaß macht? Warum sollen Geschiedene nicht wieder heiraten, Frauen nicht Priester werden? 

Das Buch ist der zweite Band einer Apologetik, die dem Prinzip von Frage und Antwort, These und Gegenthese folgt. Es richtet sich nicht an die theologische Fachwelt, sondern will all jenen eine wichtige Hilfe sein, die ihre Kirche und ihren Glauben lieben und für die alltägliche Diskussion griffige und prägnante Argumente benötigen. Zugleich aber wendet es sich auch an all diejenigen, die sich an ihrer Kirche reiben. Nur eines sollten die Leser dieses Buches mitbringen: die Bereitschaft, dem Glauben zuzugestehen, möglicherweise wahr zu sein. 

Die oft überraschenden Antworten liefert der katholische Journalist Guido Horst. Der Autor wollte kein Lehrbuch, sondern ein Buch eines theologischen Laien für theologische Laien schreiben. Unprätentiös und sachlich, spannend und informativ ist es geworden! Wer mit Gott, Glaube und Kirche nicht fertig ist, der wird es mit Gewinn lesen.

Hume, Basil: Selig die Suchenden. Texte für Menschen auf dem Weg. Hilfen zum christlichen Leben. 2001. 125 S. 19,5 cm. Gebunden. 209gr. 
ISBN: 3-87996-525-0, KNO-NR: 09 51 90 98
-NEUE STADT-

24.80 DM - 24.00 sFr

Das Leben ist ein Auf-dem-Weg-Sein: Aufbrechen, Halt machen, Weitergehen, Fragen nach dem eigenen Weg, Suchen nach Glück, nach Liebe, nach Wahrheit.

Die Fragen des Lebens sind immer auch Fragen des Glaubens: Anfragen des Verstands, Fragen des Herzens an einen Gott, dessen Wege uns bisweilen unverständlich sind.

Der Autor, Basil Hume (1923-1999), war Benediktinerabt und Erzbischof von Westminster/London.

Koch Kurt, Kirche im Übergang zum dritten Jahrtausend. Wegweisungen für die Kirche der Zukunft. 2000 kartoniert/broschiert, 256 S.
ISBN: 3-85764-524-5 
Kanisius

34.80 sFr

Die Kirche teilt ihr Schicksal mit dem Mond, der manchmal auch nur halb zu sehen ist. Manchmal sehen wir von der Kirche nur die Aussenseite, das Menschlich-Allzumenschliche, das uns aufregt und vielleicht zu Kritik anleitet.

Aber fehlt uns dabei nicht oft der Blick für das Ganze, dass die manchmal nur halb zu sehende Kirche doch rund und schön ist? Denn die Kirche ist letztlich nur dazu da, dass Gott bei uns Menschen ankommen und geschaut werden kann. Darin liegt das tiefste Geheimnis der Kirche, gleichsam die bessere Hälfte des Mondes.

Zur Entdeckung einer neuen Sicht in und über die Kirche, zur Entdeckung des ganzen Mondes möchte dieser Band beitragen, denn die wahre Sonne und das Licht der Welt ist nicht die Kirche, sondern Christus -wie es auch das Zweite Vatikanische Konzil entschieden in Erinnerung gerufen hat.

Kunzler Michael, Libero Gerosa (Hg.), Theologie betreiben - Glaube ins Gespräch bringen. Die Fächer der katholischen Theologie stellen sich vor.
2001. 
ISBN: 3897101793
Bonifatius Druckerei

Gesamtpaket: 76 €, 103.70 sFr.

Einzelausgaben: 8,90 €, 12.15 sFr.

Renate Brandscheidt, Exegese des Alten Testamentes
Libero Gerosa, Kirchenrecht
Michael Kunzler, Liturgiewissenschaft
Peter Schallenberg, Moraltheologie / Christliche Gesellschaftslehre
Michael Schulz, Dogmatik / Dogmengeschichte
Franz Georg Untergaßmair, Exegese des Neuen Testamentes
Rudolf Voderholzer, Fundamentaltheologie / Ökumenische Theologie
Hermann Josef Vogt / Guy Bedouelle, Kirchengeschichte / Patrologie
Berthold Wald, Philosophie im Studium der Theologie
Andreas Wollbold, Pastoraltheologie / Homiletik / Religionspädagogik

Internationale Theologische Kommission: Erinnern und Versöhnen. Die Kirche und die Verfehlungen in ihrer Vergangenheit. 2000. 2. Auflage. 109 S. kartoniert.
ISBN 3-89411-359-6
-JOHANNES VERLAG-

Die Vergebungsbitte von Papst Johannes Paul II. am 1. Fastensonntag des Heiligen Jahres 2000 ist Ausdruck des ungebrochenen Glaubens der katholischen Kirche als einer die Zeiten übergreifenden, auch in Schuld solidarischen Gemeinschaft an die in Jesus Christus erfolgte und angebotene Versöhnung der Menschheit mit Gott.

Die Internationale Theologische Kommission hat den Auftrag erhalten, diesen Akt der Vergebungsbitte mit einer wissenschaftlichen Studie vorzubereiten und in seinem tieferen Sinn zu erläutern. Die vom Papst angestrebte «Reinigung des Gedächtnisses» bedeutet eine selbstkritische Auseinandersetzung mit der eigenen, durch die Sünde entstellten Vergangenheit. Damit ist nicht ein Sich-Rein-Waschen gemeint, das auf ein Verdrängen oder bloßes Vergessen von Schuld hinausläuft und einen endgültigen Schlußstrich unter die Vergangenheit ziehen will. Ziel ist eine «versöhnte Erinnerung» an die Wunden, die man sich selbst und anderen in der Vergangenheit zugefügt hat.

Internationale Theologischen Kommission (Dokument)

Lohfink, Gerhard: Gottes Volksbegehren. Biblische Herausforderungen. 1998. 267 S. 21 cm. Gebunden. 424gr.
ISBN: 3-87996-392-4, KNO-NR: 7 71 19 22

- NEUE STADT

38.00 DM

In Europa und in den USA wurden in den letzten Jahren "Kirchenvolksbegehren" durchgeführt - mit dem Ziel, die Kirche zu erneuern. Der Autor stellt sich der theologisch entscheidenden Frage: Was begehrt Gott selbst? Wie wünscht er sich sein Volk, damit es seinen Auftrag erfüllen kann? Der bekannte Neutestamentler bringt wichtige biblische Texte neu zum Sprechen. Sie stehen plötzlich in unserer Gegenwart und geben Antwort auf Fragen, die uns bedrängen.

May Georg, Die andere Hierarchie. Siegburg 1997. 182 S.

ISBN: 3-87710-253-0

Zum Autor: Prof. Dr. Georg May, Jahrgang 1926, Studium der Philosophie und der Theologie in Breslau, Fulda, München und Neuzelle / Oder, Priesterweihe 1951, anschließend Tätigkeit in der Seelsorge und am Priesterseminar in Erfurt. Promotion in München 1955 zum Dr. theol. und 1956 zum Lic. iur. can., 1957 Habilitation im Fach Kirchenrecht. 1960-1994 Professor an der Universität Mainz für Kirchenrecht, Staatskirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte. Neben Publikationen zu diesen Fachgebieten zahlreiche Schriften zur Entwicklung der Kirche nach dem II. Vatikanischen Konzil.

Seit mehreren Jahrzehnten haben Einzelpersonen und Gruppen katholischer Christen, die noch voll auf dem Boden der kirchlichen Lehre stehen, auf eine Entwicklung hingewiesen, die sich in den Bistümern der katholischen Kirche in Deutschland vollzieht, nämlich auf die schleichende oder offene Entwertung des Priestertums, der priesterlichen Würde und der priesterlichen Vollmacht. Am 3. Oktober 1997 hielt Professor Dr. Georg May im Rahmen der 7. Theologischen Tagung der Zeitschrift „Theologisches" in Fulda einen Vortrag, der dieses unheilvolle Geschehen zum Gegenstand hat. Er zeigte in den einzelnen Bereichen und auf den verschiedenen Ebenen die Entmachtung des Priestertums und die Wucherung des Rätesystems auf. Es wurde deutlich, daß das Versagen der echten, gottgestifteten Hierarchie die Hauptursache für die Entstehung der anderen, entgegengesetzten Hierarchie ist. Der Widerspruch zwischen gottgewollter Kirchenverfassung und zeitgeistorientierter Umwälzung trat den Zuhörern plastisch vor Augen.

Veranstalter und Referenten der Fuldaer Tagung ahnten nicht, daß sie wenige Wochen später von höchster kirchlicher Stelle bestätigt werden würden, nämlich durch die „Instruktion zu einigen Fragen über die Mitwirkung der Laien am Dienst der Priester." Diese Instruktion bestätigt die Ausführungen Georg Mays in entscheidenden Punkten. Endlich hat der Apostolische Stuhl gemerkt, daß es so wie bisher in der katholischen Kirche Deutschlands - und diese ist in erster Linie betroffen - nicht weitergehen kann.

So groß unsere Freude über die Instruktion ist, so besorgt müssen wir sein, was von den gutgemeinten Weisungen der Instruktion in die Wirklichkeit übergeführt werden wird. Wir fürchten, daß sich der schon angekündigte Widerstand dagegen regen wird, und daß die Bischöfe (wieder einmal) nicht den Mut haben werden, dem Papst kompromißlos zu folgen. Wer noch Augen hat, zu sehen, der wird sich von den Ausführungen Georg Mays überzeugen lassen, daß in der katholischen Kirche Deutschlands eine Revolution vor sich geht.

Diese Sicht wird auch von Prof. Scheffczyk bestätigt, der 1993 im 1. Band dieser Buchreihe („Aspekte der Kirche in der Krise") von einem „gärenden Revolutionismus" in der Kirche sprach, demzufolge „ein für den unversehrten Fortbestand der Catholica entscheidungsvoller Kampf entbrannt ist."

Wir hoffen zu Gott, daß (Vorwort) diese Schrift vielen ein Licht aufstecken wird.

May Georg, Schuldbekenntnisse und Vergebungsbitten. Stuttgart 2000.
69 Seiten

ISBN: 3-932691-24-5   

Zum Buch: Seit geraumer Zeit werden in Welt und Kirche Schuldbekenntnisse und Vergebungsbitten für angebliche oder wirkliche Verfehlungen früherer Generationen vorgebracht. In der katholischen Kirche sind es vor allem Glieder der Hierarchie, die auf diese Weise mit der Geschichte umgehen. Die Woge der Bußakte erreichte ihren Höhepunkt mit dem päpstlichen Gottesdienst vom 12. März 2000. Die zahlreichen "Entschuldigungen" von Bischöfen mit dem Papst reichen von den Kreuzzügen über die Inquisition und die Glaubensspaltung des 16. Jahrhunderts bis zu den Judenverfolgungen des 20. Jahrhunderts. In dieser Schrift wird gegen die Schuldbekenntnisse und Vergebungsbitten von der Warte der Vernunft, der Wissenschaft und des Glaubens Einspruch erhoben. Wer sich für andere entschuldigt, der beschuldigt diese; darin liegt eine schwere Ungerechtigkeit. Statt über die Vorfahren im Glauben herzufallen, wären redliche Schuldbekenntnisse für den gigantischen Zusammenbruch der katholischen Kirche der Gegenwart angebracht. Sie könnten die Atmosphäre reinigen und den Beginn der überfälligen Wende ankündigen.

Meisner, Joachim; Rehder, Stefan: Mit dem Herzen sehen. Chance und Auftrag der Kirche zu Beginn des dritten Jahrtausends. Ein Gespräch. 
2000. 230 S. 22 cm. Gebunden. 390gr. 
ISBN: 3-928272-12-8, KNO-NR: 08 81 24 73
-MM VERLAG, AACHEN-

19.00 €

Viele Gläubige und Nichtgläubige schätzen Kardinal Meisner als einen fest im Glauben verwurzelten Bischof, der sich immer wieder mutig zu Wort meidet - gelegen oder ungelegen. "Ruhe ist nicht die erste Christenpflicht", so sagt er. Anderen gilt er als "erzkonservativ", als "verlängerter Arm Roms".

Dieses Buch ist ein authentisches Zeugnis über die Person Meisner, seinen Glauben, seine Überzeugungen und Hoffnungen, im persönlichen Gespräch mit dem Journalisten Stefan Rehder geht es um seine Kindheit, Jugend und Zeit als Hirte der geteilten Diözese Berlin; um Gebet und Liturgie, Professoren und Priester, Papst und Familie, Sakramente und Moral, Gesellschaft und Abtreibung, Parteien und Staat - um Gott und die Welt. Dabei rückt der Kardinal nicht nur manche Klischees und Irrtümer über Kirche und Glauben zurecht, sondern entwickelt auch Perspektiven für die Gestalt der Kirche im Deutschland des neuen Jahrtausends.

Dank seiner ehrlichen, deutlichen Worte und einfachen, bildhaften Sprache ist dieses autobiographisch geprägte Buch voller Frische und Überraschungen. Auch manch kantige gedankliche Brocken tragen hierzu bei. Doch anders als das Bild Meisners in der Öffentlichkeit es vermuten läßt, beweist der Erzbischof von Köln überraschend viel Verständnis für die moderne Gesellschaft.

Eines wird deutlich: Kardinal Meisner ist weder Kirchenfürst noch Funktionär - er ist Seelsorger. Ein Mann, der nicht nur mit dem Verstand, sondern vor allem auch mit dem Herzen sieht. Und den mehr als alles andere die Abwendung des Menschen von Gott bedrückt.

Ratzinger, Joseph: Gott und die Welt. Glauben und Leben in unserer Zeit. Ein Gespräch m. Peter Seewald. 2000. 395 S. 21 cm. Gebunden. 588gr.
ISBN: 3-421-05428-2, KNO-NR: 8 92 33 86
- DVA-

39.80 DM - 37.00 sFr

Niemals zuvor wurde der Name Gottes so häufig gebraucht wie in unserer Zeit. Niemals zuvor wurde so viel über die Kirche geredet - und niemals zuvor wussten wir so wenig über diese Dinge wie heute. Was ist Kirche eigentlich, wo kommt sie her? Was ist ihr Auftrag? Und kann man die christliche Lehre überhaupt noch anwenden für ein Leben und Glauben im 21. Jahrhundert.

Nach dem Welterfolg ihres Buches »Salz der Erde« mit seiner kritischen Bestandsaufnahme der Probleme von Kirche und Gesellschaft an der Jahrtausendwende legen die Autoren nun den zweiten Teil des Werkes vor, ein Buch über die Geheimnisse des Glaubens, nachgefragt für das Leben in unserer Zeit.

»Gott und die Welt«, das längste lnterview in der Kirchengeschichte, liefert eine kompakte, spannende Einführung in das Christentum und erläutert umfassend die Geheimnisse des Glaubens und das Christentum für das Leben im 21. Jahrhundert: spannend, intelligent, provozierend. Das Buch gibt Antworten auf die tiefgehende Krise des Christentums in Europa und ist ein Manifest gegen den Zeitgeist, gegen ein banalisiertes, nichtssagendes Christentum, das sich von seinen Wurzeln entfernt hat und nunmehr möglichst bequem sein will.

Joseph Kardinal Ratzinger, Wahrheit, Werte, Macht: Prüfsteine der pluralistischen Gesellschaft. 3. Auflage 1995, 93 S. 
ISBN: 3-451-23254-5
-HERDER-

Joseph Kardinal Ratzinger bietet Orientierung in den geistigen Auseinandersetzungen und drängenden Herausforderungen der Gegenwart. Eindringliche Gedanken über die Lebens- und Überlebensfragen unserer Gesellschaft - scharfsichtig und wegweisend.

Max Ziegelbauer, Die "alte" Kirche ist mir lieber. Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung des Katholischen. Buttenwiesen 2002, 360 Seiten.
ISBN 3-934225-25-X

- Nach fünf Wochen bereits in der 2. Auflage - 

€ 24,80

Stella Maris Verlag

Weihbischof em. Max Ziegelbauer, Titularbischof von Lapda

geb. 1923 in Memmingen, 1950 Priesterweihe, ab 1952 Bischöfl. Sekretär, ab 1957 Pfarrer m Memmingen (Maria Himmelfahrt), ab 1965 Dompfarrer in Augsburg, ab 1968 Domkapitu-lar und Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamtes, 1983 Bischofsweihe, Weihbischof in Augsburg und Bischofsvikar für „Kirche und Kultur" (1998 emeritiert), ab 1989 Dompropst des Hohen Domes zu Augsburg (1996 emeritiert).

In diesem Buch kommt die „alte" Kirche (1925-1965) zur Sprache, und sie wird auch ins Bild gesetzt. Damals war die katholische Kirche ein rundum intaktes Ganzes. Das Jahr 1965 markiert geradezu einen Bruch in allen Bereichen des kirchlichen Lebens. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil begann eine Phase innerkirchlicher Wirrnisse: die vor dem Konzil gefeierte Liturgie wurde tiefgreifend reformiert; die früher feierlich bezeugten Glaubenssätze gelten heute als peripher; die sittlichen Prinzipien und die kirchliche Disziplin hält man für überholt. Wer sich heute auf den Glauben und die Moral der Kirche beruft, gilt als „Fundamentalist", sein Denken und Handeln wird als „vorkonziliar" tituliert.

Die „alte" Kirche war einfach katholisch: Priester waren als Priester erkennbar; Laien wussten um ihre Sendung in der Welt und um die Gnade, die sie in der Kirche empfingen. Die Volkskirche schenkte den gläubigen Katholiken eine Fülle von ansprechenden Frömmigkeitsformen und viele Hilfen zu einem aktiven Glaubensleben. Die „alte" Kirche hatte einen Glanz, der die Herrlichkeit Gottes ungetrübt widerspiegelte und die Herzen der Menschen anrührte.

Das Buch wirft einen Blick auf all das, was wir heute schmerzlich vermissen müssen, nimmt aber auch die gegenwärtige Kirche „ins Visier" - anerkennend oder bisweilen auch kritisch. Im Vordergrund soll jedoch der Rückblick stehen, nicht, um nostalgische Erinnerungen zu wecken, sondern um so manche Neuerung beurteilen zu können. Gleichzeitig sollen Einblicke in die verborgene Schönheit des Glaubens ermöglicht und die Liebe zur Kirche (erneut) geweckt werden.Die Kirche teilt ihr Schicksal mit dem Mond, der manchmal auch nur halb zu sehen ist. Manchmal sehen wir von der Kirche nur die Aussenseite, das Menschlich-Allzumenschliche, das uns aufregt und vielleicht zu Kritik anleitet.

Aber fehlt uns dabei nicht oft der Blick für das Ganze, dass die manchmal nur halb zu sehende Kirche doch rund und schön ist? Denn die Kirche ist letztlich nur dazu da, dass Gott bei uns Menschen ankommen und geschaut werden kann. Darin liegt das tiefste Geheimnis der Kirche, gleichsam die bessere Hälfte des Mondes.

Zur Entdeckung einer neuen Sicht in und über die Kirche, zur Entdeckung des ganzen Mondes möchte dieser Band beitragen, denn die wahre Sonne und das Licht der Welt ist nicht die Kirche, sondern Christus -wie es auch das Zweite Vatikanische Konzil entschieden in Erinnerung gerufen hat.

zurück

home

 

Aktualisiert am 10.11.2011